Valentinstag 2011
Der Handel blüht
Der Valentinstag, auch 2011 zaubert er den Menschen wieder ein Lächeln aufs Gesicht. Dem Handel insbesondere. Die Wiener Wirtschaftskammer sagt einen Umsatz von 22 Mio. Euro voraus. Nicht übel. Für Deutschland liegen soweit keine Zahlen vor, aber auch bei uns ist der Tag der Liebenden von wirtschaftlicher Bedeutung. Dabei wissen die wenigsten woher der Brauch eigentlich kommt. Hier also mal etwas Aufklärung. Wie so oft in der Geschichte schauen wir nach England und zwar in das England des 15.Jahrhunderts. Dort wurden Valentinspaare gebildet, die sich Gedichte und Briefchen schickten, vorerst also keine materiellen Geschenke … Der Legende nach sind die Blumengeschenke auf die Frau des Dichters Pepsys zurückzuführen. Frau Pepsys nämlich reagierte mit einem Blumengeschenk auf den Liebesbrief ihres Gatten. Als die Engländer dann Amerika bevölkerten, wurde der Brauch mitgenommen und kam als zusätzliches Geschenk, neben dem unwesentlich wichtigerem Sturz des Nazi Regimes, mit den amerikanischen Soldaten zurück auf den europäischen Kontinent, wo ihn die fleißigen Kaufleute, Floristen und Süßwarenhändler vorneweg, letztendlich so richtig bekannt machten.
Ich frage mich ja seit Jahren, ob man tatsächlich einen festen Tag braucht, um seiner Liebsten Blumen zu schenken. Verliert die Geste nicht irgendwie an Wert, wenn
es Zwang wird? Wenn man also quasi dazu angehalten ist, weil es alle anderen auch machen. Sollte Klaus seiner Petra nicht Blumen schenken, weil er ihr spontan seine Liebe zeigen möchte, statt gezwungenermaßen nochmal an der Tanke anhalten zu müssen, um noch schnell eine Rose zu besorgen? Eine objektive Antwort gibt es hier wohl nicht, aber allen die statt kritischer Stimmen Geschenkideen wünschen, empfehle ich unseren Post “Was schenke ich zum Valentinstag”, der auch dieses Jahr noch brandaktuell ist.




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